Gustav über Oh Yeah, She Performs! (Falter 51-52/12)
Falter: Sie waren unlängst als Werbemaßnahme für den Film "Oh Yeah, She Performs!" mit Ihren Film-Kolleginnen Teil einer Modestrecke einer österreichischen Zeitungsbeilage [Rondo im Standard, Anm. Walzerkönig]. Im Interview dazu meinten Sie, Sie hätten aus Loyalität mitgemacht. Ist Ihnen die Entscheidung schwergefallen?
Eva Jantschitsch: Durchaus. Ich empfand es als nicht nachvollziehbar, Musikerinnen, die für ein feministisches Projekt stehen, in Markenleder zu quetschen und in Modelposen zurechtzurücken. Es hatte tatsächlich etwas Degradierendes an sich. Solcherlei Modestrecken pervertieren im Grunde genommen die Ideale, für die ich gerade stehe. Dass man unter Zugzwang gerät, dem wollte ich mich eigentlich nie ausliefern. Das war ein Moment, wo dies gekippt ist. [...]
Falter: Wie hat Ihnen der Film selbst gefallen?
Jantschitsch: Wenn man ihn als Musikfilm und das formulierte Ziel der Regisseurin sieht, ihrer Tochter einen Film zu geben, der zeigt, wie es ist, auf der Bühne zu stehen, und was da alles dazugehört, dann hat der Film sein Plansoll erfüllt. In dieser Hinsicht ein schöner Film.
-: [Ever since watching this documentary, I am the hugest fan of Gustav's attitude. Exactly what has been bothering me about the underlying concept of feminism of Mirjam Unger's film.]
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